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Bagdad Cafe
Ca. 10 Minuten nach der Kreuzung der Straße von Palmyra nach Damaskus und der Straße vom Homs nach Bagdad liegt das Bagdad Café. Eine willkommener Zwischenstopp inmitten der Wüste. Das Café wird von Beduinen betrieben und bietet in einer traditionellen Lehmhütten auch Übernachtungsplätze.
Die Nachfrage muß bei Rucksackreisenden aber auch Gruppenreisenden immerhin so groß sein, dass es mittlerweile auch das Bagdad Cafe 2 und 3, jeweils ein paar Autominuten entfernt, gibt.
Syrien - die aktuelle Lage
Die Ruhe vor dem Sturm?
Weder in Aleppo noch auf der Autobahn in Richtung Hama haben wir Militär- oder Polizeiposten gesehen. Kurz vor dem Autobahnring um Homs haben wir, etwas abseits zwei Panzereinheiten gesehen - säuberlich geparkt und bewacht. Die Straße nach Homs ist frei zugänglich.
Auf der Straße nach Palmyra haben wir bei den Abzweigen nach Homs und Damaskus Kontrollposten der "Geheimpolizei" passiert - bunt gewürfelte Milizen mit geschultertem Maschinengewehr.
Diese wollten aber nur wissen welcher Nationalität wir waren und hießen uns dann mehrfach Willkommen - so wie alle Syrer uns immer und überall herzlich Willkommen heißen.
In Palmyra - einer Stadt die fast ausschließlich und schon seit über 100 Jahren nur vom Tourismus lebt ist es still. Vor zwei Gebäuden stehen zivile Wachposten - ob diese vor der "Krise" auch schon da standen wissen wir nicht.
Die meisten Einheimischen verstehen nicht warum die Touristen nicht mehr kommen wollen." Es ist doch alles ruhig hier. Nur in Dara und anderen kleine Ort an der Jordanischen Grenze gebe es ein bisschen Unruhe."
Aber natürlich brodelt die Gerüchteküche. Nach der Rede des türkischen Ministerpräsidenten von heutigen Tage fürchten manche, die Türkei könnte in Syrien einmarschieren. Andere vermuten das Sarkozy mit seiner Aufforderung an die Franzosen Syrien zu verlassen einen Angriff vorbereite. Ganz zu schweigen von Israel.
Eines steht jedoch fest. Vielleicht ist das Regime nicht beliebt. Doch ein Angriff von Außen werden die wenigsten Syrer als Befreiung ansehen sondern als Angriff auf die Syrische Nation. Übrigens ist auch in den neuesten syrischen Landkarten das Gebiet um das türkische Antakia als Syrien ausgewiesen und die heute Grenze als" temporäre Grenze" bezeichnet.
Gute Orte, schlechte Orte
Gute Orte, schlechte Orte
Das Wort Boutique Hotel hat eine inflationäre Entwertung erfahren.
Doch in Aleppo trifft es auf zwei wunderbare Häuser zu. Beide liegen in der Altstadt verdeckt hinter unscheinbaren Türen. Das Mansouriya und das Beit Salahieh. Die Zimmer liegen um mehrere miteinander verbundene Innenhöfe. In den Höfen befinden sich Sitznischen, Wasserbecken und Bäume. Es gibt sogar ein hauseignes Hamam. Oasen der Ruhe inmitten des geschäftigen Treibens des Souqs, der auf der anderen Seite der unscheinbaren Tür befindet.
Das teurere aber auch eindeutig schönere Hotel ist das Mansouriya. Jede Suite (das Mansouriya hat nur Suiten) ist einem Geschichtsabschnitt der syrischen Geschichte gewidmet. Es gibt eine Hetiter Suite, eine Osmanische Suite, eine Byzantinische Suite usw. Das Frühstück ist herausragend: mit Feigenkuchen, kleinem gefüllten Gebäck, köstlichen Marmeladen, Zaatar (gerösteter Sesam mit einer Gewürzmischung, die mit in Öl getränkten Fladenbrot gegessen wird) dazu Homus, Käse, Oliven, Kräuter Gurken und Tomaten.
Auch besonders empfehlenswert ist das Restaurant "Round Table" etwas weiter den Berg hinauf neben der Festung "Krak des Chevaliers" in der Nähe von Homs.
Über die Geschichte dieser Zitadelle ist in allen Reiseführern zu lesen, die gegrillten und geräucherten Hähnchen des Round Table müssen dort noch ihren Platz finden. Manche behaupten, es wären die besten Hähnchen von ganz Syrien.
Wo es Licht gibt, gibt es auch Schatten. Das Zenoubie Cham Palace bzw. Zenobia Cham Palace in Palmyra hat die Vorzüge einer wunderbaren Aussicht auf die Ruinen (zumindest von den Zimmern 101-109) und einer langen Geschichte, aber das Personal ist leider desinteressiert bis unfreundlich und das Frühstück an der Grenze zur Enttäuschung.




















