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Gepostet am 
19.10.2011
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Kurz vorm Heimflug

Nicht weniger modern die Hotellandschaft. Es gibt herausragende Hotels abseits von Pauschalangeboten und Massentourismus: Sei es das moderne Designhotel Dar Hi in Nefta, das einen überwältigenden Ausblick auf die Oase bietet, oder das kuschelige Hotel Dar Bibine auf Djerba, das Historie mit frischem Design kombiniert.

Vielleicht sind diese beiden Häuser auch am symbolträchtigsten, stehen sie doch für den Versuch, der Veränderung Raum zu geben, aber darüber die eigenen Wurzeln nicht zu vergessen. Lösungen muss das tunesische Volk selbst finden, den eigenen Weg gehen. Und so bereitet sich ganz Tunesien auf die Wahl zur Übergangsregierung vor. Teams reisen durchs Land, um zum Urnengang aufzurufen. Demokratie, so die einhellige Meinung, muss gelernt werden, der Willen für den Neuanfang ist zweifellos da.

Für mich waren es interessante und aufregende Tage, vollgestopft mit Erlebnissen und spannenden Begegnungen. Tunesien ist zweifelos eine lohnenswerte Destination, irgendwo zwischen Okzident und Orient.

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19.10.2011
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Töpfern wie damals

Tunesien zeigte sich in den wenigen Tagen als Land, das bei allem frischen Wind des Aufbruchs seine Traditionen bewahrt hat. Alte Handwerkskunst lernten wir  auf Djerba in einer Töpferei kennen. Mögen die Techniken auch Jahrhunderte alt sein, die Vermarktung ist modern. Im geschäftsbewussten Familienbetrieb kann man monumentale Vasen kaufen und sich zum Pauschalpreis nach Deutschland liefern lassen.

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19.10.2011
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Durch die Sahara

Auf der Reise von Tunis über Djerba und Douz durch die Sahara nach Tozeur trafen wir auf Menschen, die sich sehr über die deutschen Gäste freuten: „Sagt den Deutschen, Tunesien ist sicher“, baten Händler und Einheimische immer wieder im Gespräch, „sagt ihnen, sie sollen wiederkommen, wir brauchen sie!“ Angesichts eines Einbruchs bei den europäischen Gästen von Januar bis September um 45,5 % ein berechtigtes Anliegen, ist doch der Tourismus eine der Haupteinkommensquellen des Landes.

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19.10.2011
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Wohlduftende Traditionen

Fliegende Händler verkaufen dicke Dolden gebundener Jasminblüten, der Duft bleibt noch Tage im Raum.
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19.10.2011
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Putzen bei Tunis

Für die kommende jwd ist ein Schwerpunkt über die Veränderungen im arabischen Raum geplant. Im Rahmen einer Pressereise besuchte ich daher Tunesien und machte mich auf die Suche nach dem so genannten Arabischen Frühling. Und tatsächlich: Ich spürte diese Brise des Aufbruchs, den Wind der Veränderung.

Die Menschen waren unglaublich offen und neugierig. Überall entstanden spontan Diskussionen, Gespräche, fand Austausch statt.
Künstler, die vorher sehr versteckt das Regime kritisierten, können nun offen ihre Meinung sagen und ihre Kunst zeigen. Ich traf in einem Vorort von Tunis die Künstlerin Faten Rouissi. In ihrem kleinen Häuschen im pittoresken Sidi Bou Said zeigte sie Fotos und Objekte ihrer Installationen, mit denen sie zum Großreinemachen aufrief. Pinke Kleidungsstücke und traditionelle Seifenblöcke stehen symbolisch für die Notwendigkeit einer Reinigung der Gesellschaft – die nun dank Revolution stattfindet. Das Regime hat diese Kritik wohl nicht verstanden: „Ich wurde nicht ernst genommen“, so Rouissi.