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Gepostet am 
19.10.2011
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Putzen bei Tunis

Für die kommende jwd ist ein Schwerpunkt über die Veränderungen im arabischen Raum geplant. Im Rahmen einer Pressereise besuchte ich daher Tunesien und machte mich auf die Suche nach dem so genannten Arabischen Frühling. Und tatsächlich: Ich spürte diese Brise des Aufbruchs, den Wind der Veränderung.

Die Menschen waren unglaublich offen und neugierig. Überall entstanden spontan Diskussionen, Gespräche, fand Austausch statt.
Künstler, die vorher sehr versteckt das Regime kritisierten, können nun offen ihre Meinung sagen und ihre Kunst zeigen. Ich traf in einem Vorort von Tunis die Künstlerin Faten Rouissi. In ihrem kleinen Häuschen im pittoresken Sidi Bou Said zeigte sie Fotos und Objekte ihrer Installationen, mit denen sie zum Großreinemachen aufrief. Pinke Kleidungsstücke und traditionelle Seifenblöcke stehen symbolisch für die Notwendigkeit einer Reinigung der Gesellschaft – die nun dank Revolution stattfindet. Das Regime hat diese Kritik wohl nicht verstanden: „Ich wurde nicht ernst genommen“, so Rouissi.

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